Spiros‘ Futterstellen

Dank vielfältiger Unterstützung können wir Spiros‘ Fangstellen im Mai 2023 als Futterstellen in unser Projekt aufnehmen.
Dies bedeutet, dass wir Spiros nicht nur wie in den sechs Jahren vorher bei den Kastrationen seiner Streuner, sondern auch beim Futter und vor allem bei der tierärztlichen Versorgung kranker Tiere helfen.
Spiros füttert an verschiedenen Stellen: in einem Garten neben seiner alten Arbeitsstelle, neben einem Supermarkt in deren Nähe, bei seinem Wohnhaus und auf der Gassirunde mit seinem Hund Zeus.

Die Plätze, an denen Spiros seine Streuner füttert, gehörten zu unseren Fangstellen ab 2017.
In diesen Jahren durften wir erfahren, wie sehr sich Spiros um seine Streuner kümmert. Für ihn selbstverständlich haben alle einen Namen.

Von Februar 2017 bis Mai 2023 wurden 65 Katzen und 50 Kater kastriert.

Nach sechs Jahren kontinuierlicher Arbeit an Spiros‘ Fangstellen wurde im April 2023 Katze Liana als letzte kastriert.

Hund Zeus war natürlich dabei.

Nachdem aus den Fangstellen Futterstellen wurden, geht es dort weiter.

Vielen (hier nur eine kleine Auswahl) verletzten …

oder kranken Streunern wurde tierärztlich geholfen.

Spiros füttert an manchen Stellen zweimal täglich – immer mit Zeus.

Die letze Fütterrunde gehen die beiden spät abends.

Zeus ist hinten rechts auf dem Bürgersteig zu sehen

Hier warten einige Streuner am Eingang zum Garten auf Spiros.

An dieser Futterstelle gibt es die meisten Streuner.

Insgesamt füttert Spiros über 100 Tiere.


Ein herzliches DANKESCHÖN den lieben Menschen, die für Spiros‘ Futterstellen Patenschaften übernommen haben, damit er beruhigt weiter füttern kann.

Jerry Dreibein

An Spiros‘ Futterstellen müssen noch einige Kater kastriert werden.
Mitte Juni 2023 fängt Spiros den Kater Jerry, der eine schlimme Wunde am rechten Knie hat.

Als der Kater in Narkose liegt, wird sein Bein gründlich untersucht.
Die Wunde, die durch Bisse während eines sehr schlimmen Katerkampfes entstanden sein muss, hatte sich stark entzündet. Um Jerry zu retten, sehen die Tierärzte keine andere Lösung als das Bein zu amputieren.
Die Operation verläuft gut, aber leider arbeitet Jerry Dreibein in der Klinik überhaupt nicht mit, sodass ich ihn zu uns hole, damit ich er in einem Käfig mit angeschlossener Falle versorgt werden kann.

Auch nach Tagen bleibt Jerry unzugänglich. Wir dachten, wenn Spiros ihn besuchen würde und er einen vertrauten Menschen um sich hätte, würde sich das vielleicht ändern, aber Jerry bleibt ängstlich, faucht sogar Spiros an und schlägt mit der Pfote nach dessen Hand.
Meistens versteckt sich Jerry hinten in der Falle; so kann ich problemlos Futter und Wasser in den Käfig stellen und die Toilette säubern. Aber wenn er nicht rechtzeitig bemerkt, dass sich jemand nähert, dann liegt er gemütlich in der Krankenstation auf seiner Decke.

Nach einer guten Woche hat Jerry Dreibein seine Medizin zu Ende genommen und darf wieder zurück an seine Futterstelle, denn die Naht ist verheilt.
Sicherheitshalber stelle ich ihn noch einmal in der Klinik vor.
Jerry drückt sich ängstlich mit dem Hinterteil an den Schieber des Korbes und wir sehen eine seltsame Stelle hinten am Rücken im Fell.
Die Tierärztin zieht den Schieber ein paar Zentimeter nach oben und zupft an der besagten Stelle mit einer Pinzette. Sofort löst sich ein Stück Fell und Eiter kommt zum Vorschein.
Was war passiert? Jerry hatte neben der schlimmen Wunde am Knie noch weitere Bisswunden, von denen sich eine erst spät entzündet hatte.
Der arme Kerl muss wieder in Narkose gelegt werden, damit die Wunde behandelt werden kann.

Nach einem letzten Check Mitte Juli kann ich Jerry Dreibein endlich wieder an seine Futterstelle zurückbringen.

Wie das Video zeigt, dauert es eine Weile, bis er aus dem Korb herauskommt, aber dann geht’s schnurstracks unter ein Auto.

Oh weh! Als ich abfahren will, sehe ich gerade noch, wie Jerry in den Mottorraum des Autos klettert. Das kann gefährlich werden.
Die Besitzer des Autos werden gefunden, öffnen die Motorhaube, aber Jerry verkriecht sich. Zum Glück wird das Auto nicht gebraucht und Jerry kommt später allein heraus.
Noch am selben Abend liegt er entspannt auf seinem Hof.

In den folgenden Tagen schickt Spiros immer wieder Fotos und wir freuen uns sehr, dass es Jerry gut geht.

Mitte August filmt Spiros Jerry und seine Mutter …

„Bravo Mütterchen! Da ist auch Jerry, da ist auch mein Jerry!“

und ein paar Tage später kommt Jerry sogar zur Futterstelle, die schräg gegenüber neben Spiros‘ Wohnhaus liegt.
Zeus darf natürlich nicht fehlen, wenn Spiros füttert.

Es hat zwar lange gedauert und Jerry Dreibein musste viel aushalten, aber es ist gut ausgegangen und wir hoffen, dass er noch ein paar schöne Jahre im Kreise der anderen Vierbeiner genießen kann.
Ein herzliches Dankeschön der Spenderin für Jerrys OP-Kosten!

Anfang Januar 2024, ein halbes Jahr nach der OP, schickt Spiros dieses Video:

„Ja, kommt Kinder! Komm mein Jerry, komm …! Komm Mütterchen, kommt Jerry und Mütterchen!“

Was für eine Freude!

Wie wir alle hält Spiros Augen und Ohren immer offen.
Und so sieht er auf dem Weg zu einer seiner Futterstellen zwei Kätzchen in einem kleinen Garten, kommt mit der Frau ins Gespräch, die für die Hübschen sorgt, und verabredet mit ihr, dass beide mit einem halben Jahr kastriert werden.

Im Januar 2024 ist es soweit.


Alles gut gegangen.
Die beiden Wurfschwestern werden kastriert in ihrem Garten freigelassen.

„Kommt … Bravo … Sie laufen nach oben … dort ist Futter.“ „Ah, prima!“

Viel Glück Euch beiden!