Futterstelle Butters

Eine Futterstelle, an der vier Wurfgeschwister mehrere Jahre überleben und sich nicht aus den Augen verlieren.

Aber von Anfang an:
Zwischen zwei Futterstellen unserer Nachmittagsrunde wurden im Frühjahr 2018 vier Kätzchen geboren.

Dimitra, die die Katzenfamilie füttert, ist dankbar, dass wir die Katzenmutter, später die Katzenkinder und alle Streuner, die vom Futter angelockt werden, kastrieren lassen wollen.
Wir beginnen, auf dem freien Platz vor Dimitras Grundstück zu füttern und so entsteht die Fangstelle Troias Dimitra, an der Ende August als erstes die Katzenmutter kastriert wird.

Es kommt immer wieder vor, dass sich kastrierte Streuner – egal ob Katzen oder Kater – der Jungen an einer Futterstelle annehmen, so auch hier. Kronos, ein bereits kastrierter Kater, ist immer mit den Kleinen zusammen.

Kronos wurde im April 2018 kastriert

Diese entwickeln sich prächtig.

Auch hier ist der Kater dabei – schaut mal zwischen die Baumstämme

Und bald ist es soweit: Mitte November kommen die Vier kastriert zurück.

Minos, Sirene, Kassandra und Medea

Nichts wie weg!

2019 füttern wir zunächst noch weiter vor Dimitras Grundstück; alle Katzen sind kastriert.

Kassandra, die Schöne Helena, Medea, Anne, Sirene, Kronos und Minos
Die Schöne Helena wurde im Oktober 2018 kastriert

Dann gibt es Veränderungen, die wir uns nur so erklären können, dass jemand die Katzen verjagt hat. Anne sehen wir nicht wieder. Dimitra erfährt, dass sie wieder auf dem Grundstück gefüttert wird, von dem sie kam, um in Dimitras Garten ihre Jungen zur Welt zu bringen.
Die anderen wandern zur nahegelegenen Fangstelle Anna ab.

An der Fangstelle Anna hatten wir 2018 alle Streuner kastriert. Da Anna hier Ärger mit den Anwohnern bekam, weil sie weiterhin fütterte, gewöhnten wir die Katzen Schritt für Schritt weiter von der Fangstelle weg auf ein verlassenes Gelände, bis sie schließlich auf einem Feld gegenüber von Dimitra gefüttert wurden.

Von dort ist es nicht mehr weit bis zu einer Lorbeerhecke, unter der wir mehrere Jahre lang ungestört füttern können.

Wie wunderbar!

Im Juli 2019 bekommen die Katzen eine Patin und einen Paten.
Die Fangstelle wird zur Futterstelle. Wir brauchen uns keine Sorgen mehr ums Futter zu machen und können uns auch weiterhin ums Wohl der Geschwister kümmern.
Herzlichen Dank!

Einige der Katzen sehen wir nur noch ab und zu. Sie verziehen sich auf andere Grundstücke, wo sie – nun kastriert – willkommen sind, weil kein Nachwuchs mehr zu befürchten ist.

Unter der Lorbeerhecke bleiben ab 2020 diese fünf.

März 2020: Medea, Kronos, Kassandra, Minos und Sirene

Manchmal kommen sie mir schon entgegen und werden auf einem kleinen Mäuerchen gefüttert.

Oktober 2020

Da in dem Gebiet der Nachmittagsrunde schon die meisten Streuner kastriert sind, stellen sich nur selten unkastrierte Gäste ein, wie 2021 ein langfelliger junger Kater. Er wird kastriert, freigelassen und geht bald wieder dorthin, woher er auf der Suche nach Weibchen gekommen waren.

Die vier Geschwister und Kronos bleiben.

Ende Januar 2022 erleben die Geschwister ihren ersten Schnee.

Sie überstehen die Kälte gut.
Das ganze Jahr über kommen sie täglich zur Futterstelle. Es bleiben scheue Kätzchen, ganz selten nur dulden sie etwas Nähe.

2023 geht alles seinen gewohnten Gang. Jeden Tag kommen sie zur Futterstelle. Das Futter schmeckt.

Doch dann kommt Kronos nicht mehr.
Wir haben ihn gesucht und Anwohner gefragt, aber niemand wusste etwas.
Kronos bleibt uns in guter Erinnerung und wir werden nicht vergessen, wie lieb er sich um die vier Geschwister gekümmert hat.
Die anderen Streuner brauchen uns und die Streunerhilfe geht weiter …

Hin und wieder schaut die Schöne Helena vorbei, die inzwischen auf einem Hof die Straße etwas weiter runter wohnt.

Am Ende des Jahres kommt ein Kater zur Futterstelle, den wir bei Anna nicht fangen konnten und der über vier Jahre lang in der Gegend herumgestreunert
war: Menelaos.
Endlich erwischen wir ihn. Nach der Kastration bleibt er an der Futterstelle, bis er sich eine andere aussucht und sich dort mit Kater Alex anfreundet. Ich sehe die beiden fast täglich an der Fangstelle Avgi.

Wieder geht ein Jahr zu Ende und unsere vier Wurfgeschwister sind immer noch zusammen – eine Seltenheit unter Streunern!
Wir wissen, wie gefährlich ein Streunerleben ist und sind dankbar für jeden Tag, an dem wir die Vier zusammen sehen und wir uns um sie kümmern dürfen.

Anfang 2024 sind alle noch da, aber uns war schon seit einiger Zeit aufgefallen …

dass Minos oft etwas abseits von seinen Schwestern sitzt.

Dann verschwindet er sogar für mehrere Tage und wir befürchten schon Schlimmes … bis ich ihn auf dem Hof der Schönen Helena wiedersehe.


Während ich das Foto aufnehme, kommt ein Frau aus dem Haus und erzählt mir, dass sie den Kater seit einiger Zeit füttert, aber leider nur zwei Katzen füttern darf, weil ihre Mitbewohner nicht mehr auf dem Hof haben wollen.
Wir sind erleichtert, dass es Minos gut geht.

Wie süß ist das denn wohl von Minos?! Er hat eine andere Futterstelle gefunden, kommt aber jeden Tag zur alten und leistet seinen Schwestern Gesellschaft.

Und er setzt sich zu ihnen

Und so geht es das ganze Jahr:

Und im Winter

2024 schauen zwei Kater vorbei:

Ansonsten gibt es keine besonderen Vorkommnisse.

Auch 2025 ist es ruhig an der Futterstelle. Wir sehen die bekannten Bilder.

Und im Winter

Aber was ist denn 2026 los?
Die ersten zwei Wochen vergehen wie gewohnt.
Dann sehe ich Medea kurz vor der Futterstelle in einem Garten.
Da sie nicht mit mir weiter läuft, gebe ich ihr Futter.

Mir kommt das komisch vor. Und als ich zur Futterstelle komme, sehe ich die Bescherung:

Der Lorbeer wurde beschnitten, der Blumenkasten und die Näpfe wurden weggeworfen

Den vier Geschwistern geht es zum Glück gut. Sirene habe ich hinten in Dimitras Garten gesehen. Minos wohnt weiterhin bei der Schönen Helena und setzt sich zu Medea, wenn ich sie füttere.

Kassandra kommt von einem Wohnhaus zur alten Futterstelle, das hinter Minos‘ Haus liegt.

Sieben Jahre lang waren die Geschwister – bis auf wenige Ausnahmen – täglich zusammen zur Futterstelle gekommen.

Mal sehen, wie es weitergeht …