Rückblick 2025

Wieder blicken wir auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Fangstellen

Zu unseren 118 Fangstellen kamen zwei neue hinzu, an denen wir einem älteren Herrn und einem älteren Ehepaar halfen, alle Streuner, die sie fütterten, zum Kastrieren zu bringen. Weil sie mit den vielen kleinen Katzen völlig überfordert waren, halfen wir ihnen beim Aufziehen des nun letzten Nachwuchs an ihren Futterstellen, bis auch diese Kätzchen kastriert werden konnten.

Auf dem Hof des älteren Herrn:


Nach ihrer Kastration bleiben alle in der Obhut des älteren Herrn. Braucht er Hilfe, wird er sich bei uns melden.

Auf der Terrasse des älteren Ehepaares:


Immer wieder nahmen wir kranke Kätzchen zur Therapie in Pflege …


und es waren viele Fahrten zur Tierärztin notwendig.

Es hat sich gelohnt, alle wachsen und gedeihen schließlich prächtig!
Da das ältere Ehepaar aber dem Ärger mit den Nachbarn wegen der vielen Katzen nicht gewachsen war, bringen wir den Nachwuchs im Herbst nach der Kastration an eine gut betreute Futterstelle, in deren Nachbarschaft Streuner willkommen sind.

In der Nähe von vier weiteren Fangstellen, an denen wir schon länger tätig sind, waren ebenfalls Katzenmütter mit ihren Jungen erschienen. Als die Kleinen alt genug waren, wurden die Katzenmütter kastriert, vier/fünf Monate später dann ihre Jungen. Alle dürfen an ihren Stellen bleiben.

Die Betreuer der Fangstellen Achill, Eliane, Ktima, Luise, Rematia Fourno und Stop werden ein- bzw. zweimal im Monat mit einem Sack Futter unterstützt, damit die Katzen nicht nur von Essensresten leben müssen.

Futterstellen

Im Gegensatz zu den Fangstellen, an denen sich in der Regel andere ums Wohl der Streuner kümmern und wir nur bei den Kastrationen helfen, sind wir an unseren bisher 12 Futterstellen fürs tägliche Füttern und die Versorgung im Krankheitsfall zuständig.

Es gibt nun zwei neue Futterstellen:

Für eine Fangstelle, an der die Katzen von Essensresten leben mussten, wenn wir nicht fütterten, fand sich eine weitere Patin, sodass seit Januar dieses Jahres an der Futterstelle Pali auch weiterhin für das tägliche Katzenfutter gesorgt ist.

Die andere Futterstelle war ursprünglich Teil von Spiros’ Abendrunde.
Als wir im Oktober anfingen, dort konsequent zu kastrieren, stellten wir fest, dass es ganz in der Nähe zwei weitere Plätze gibt, an denen Streuner gefüttert werden. Da dieselben Streuner an allen drei Futterstellen zu finden sind, beschlossen wir, sie zu den „Futterstellen Gonia“ zusammenzufassen.

Wie wir sonst noch helfen konnten

Insgesamt wurden 274 Streuner (129 Katzen und 145 Kater) an unseren Fang- und Futterstellen kastriert.
Außerdem konnten einige Katzen kastriert bzw. tierärztlich versorgt werden, weil wir Fallen bzw. Fangkörbe verliehen hatten. Unsere Hilfe spricht sich herum und wir haben den Eindruck, dass es immer mehr Tierfreunde werden, die ihre Streuner übers Füttern hinaus versorgen.


Neben der Kastration wurde auch wieder vielen Streunern tierärztlich geholfen:

  • 18 Katzen und 29 Katern wurden schlechte Zähne gezogen.  Bei den meisten geschah das während der Kastration. Aber es bekommen allmählich auch die bereits vor Jahren kastrierten Streuner Zahnprobleme und wir müssen helfen.
  • 2 Katzen und 5 Kater benötigten eine Augen-OP.
  • Bei 4 Katzen und 6 Katern wurden infizierte Wunden behandelt.
    Sogar in zwei sehr schlimmen Fällen, bei denen Eiterbeulen nach infizierten Wunden aufgegangen waren, konnten wir helfen.
    Woher die schlimme Wunde unterm Hals bei Kater Pligos kam, wissen wir nicht. Aber nach über fünf Wochen konnte er geheilt an seine Futterstelle zurück.

Kater Michalis wurde von einem Hund gebissen. Er hatte Wunden an beiden Seiten am Hals und an den Schultern. Sie heilten wesentlich langsamer als bei Pligos, aber auch hier zahlte sich die Geduld aus.

  • 2 Katzen und 3 Kater hatten schlechte Zähne und infizierte Wunden.
  • 4 Katzen und 7 Kater wurden mehrere Tage in der Klinik wegen ihres Schnupfens therapiert.
  • Katze Poly wurden die Ohrpolypen entfernt.
  • Kater August musste der schwer verletzte Schwanz abgenommen werden.
  • Kater Brüderchen kam wegen eines Ohrhämatoms in die Klinik.
  • Bei einer Katze wurde während der Kastration ein Nabelbruch festgestellt und operiert. 
  • 23 Kätzchen wurden geimpft, 10 davon gechippt.
  • Katze Mini von der Futterstelle Filia und Kater Mavros von der Futterstelle Pali hinken. Sie wurden geröntgt und es wurde jeweils ein Bruch festgestellt, der nicht erfolgversprechend operiert werden kann. Mini half ein längerer Klinikaufenthalt zur Schonung. Für Mavros, bei dem das Hinken wesentlich weniger schlimm ist, konnten wir nichts weiter tun.
    Beide kommen an ihren Futterstellen mit der kleinen Behinderung gut zurecht, da sie durch die schon länger zurückliegende Kastration und das regelmäßige Füttern ein ruhiges Leben haben.

Trauriges

Auch in diesem Jahr sind wieder Streuner gestorben.
Vor Unfällen können wir sie nicht schützen. Bei Krankheiten geben wir ihnen eine Chance, die leider nicht alle nutzen können.
Uns ist es ein Trost, dass sie als kastrierte und betreute Streuner ein schönes Leben hatten und wir sie über Jahre begleiten durften.
Wir werden sie in guter Erinnerung behalten.

Ausblick

Die beiden Gebiete, in denen die meisten unserer Fang- und Futterstellen liegen, werden nun nicht mehr erweitert. Es dauert einige Jahre, bis an einer Stelle alle Streuner kastriert sind; es kommen Neuzugänge aus der Nachbarschaft und Katzen werden an unseren Futterstellen ausgesetzt. So gibt es immer genug zu tun.

Nach einigen Jahren Kastration zeigen sich aber doch nachhaltige Erfolge. An den Futterstellen, an denen wir schon über zehn Jahre tätig sind, hat sich die Zahl der Streuner um etwa 30% verringert.
Das bedeutet aber nicht, dass wir dort nun weniger Kosten haben. Unsere alten Damen und Herren bekommen die typischen altersbedingten gesundheitlichen Probleme, vor allem mit den Zähnen, die gezogen werden müssen. Bei anderen erfordert der verschlechterte Gesundheitszustand einen Klinikaufenthalt, verbunden mit Untersuchungen unterschiedlichster Art.

Herzlichen Dank!

All das oben Beschriebene ist nur durch unsere Unterstützer und den täglichen Einsatz unseres Teams in Marousi möglich.

Wir werden unsere Arbeit fortsetzen und freuen uns auf die neuen Herausforderungen im nächsten Jahr.

Im Namen unserer Streuner sagen wir ganz herzlich DANKESCHÖN!